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Die Lateinamerikanischen TänzeCha Cha ChaDer Cha Cha Cha ist der jüngste der heute populären Tänze. Er wurde in den 50er Jahren höchst wahrscheinlich von dem kubanischen Musiker Enrique Jorrin, einem Musikerkollegen von Tito Puente (einem der "Salsaväter") erfunden. Er stellte zu dieser Zeit diese langsame Variante des Mambo vor, die jedoch mehr Schritte hat. Der Cha Cha Cha-Rhythmus ist in der Popmusik, vor allem seit dem neuen Latino-Boom, weit verbreitet. Bei Umfragen kommt der Cha Cha Cha meistens als beliebtester Tanz davon. Der Cha Cha Cha ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 30-34 Takte in der Minute.
Bekannte Titel: SambaUrsprünglich ist Samba ein Sammelname für viele Tanzformen, die im 19. Jahrhundert von afrikanischen Sklaven aus dem Kongo, dem Sudan und Angola in ihre neue Heimat Brasilien gebracht wurden. Die Samba wurde bei den Bantus anlässlich der Kriegerweihe getanzt. Aus dem früheren Kreistanz entwickelte sich später ein Paartanz der sich allerdings erst in den 50er-Jahren in Europa etablieren konnte. Die Samba ist im 2/4-Takt geschrieben und hat ca. 50-60 Takte in der Minute.
Bekannte Titel: RumbaDie genaue Herkunft der Rumba ist bis heute ungeklärt, sicher ist sie musikalisch und tänzerisch afrocubanischen Ursprungs. Ursprünglich war die Rumba ein rein rhythmischer Tanz, also nur mit afrikanischen und afrocubanischen Pekussionsinstrumenten gespielt. Später kamen europäische Melodieinstrumente hinzu. Eine Theorie besagt, dass die Rumba sich aus dem spanischem Fandango entwickelte. Als Modetanz kam die Rumba erstmals 1914 in New York auf. Rhythmisch vereinfacht gelangte sie 1931 auch nach Europa. In Deutschland wurde sie von den Nazis schließlich als "entartet" verboten. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Rumba wieder entdeckt, allerdings in zwei vollkommen unterschiedlichen Variationen. Zum einen die amerikanisch beeinflusste Square- oder Carrée-Rumba, zum anderen die vom in England lebenden Franzosen Pierre Lavelle propagierte Rumba im kubanischen Stil. Dies führte Anfang der 70er Jahre zu heftigen Auseinandersetzungen (die so genannten Rumba-Kriege), welche Variante jetzt die Richtige sei. Schließlich wurden beide Varianten "zugelassen". Im internationalen Tanzsport hat sich mittlerweile der kubanische Stil durchgesetzt. Die Square-Rumba wird in Europa kaum noch unterrichtet, in den USA ist sie jedoch noch weit verbreitet. Die Rumba ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 25-28 Takte in der Minute.
Bekannte Titel: JiveUrsprünglich Jitterbug, (Zitterwanze) genannt, entstanden seine Vorläufer im New Yorker Stadtteil Harlem. Seine musikalische Wiege waren zu Beginn der 1930er Jahre Lindy Hop, Blues und Swing, in den 1940ern der Boogie-Woogie, in den 1950ern der RocknRoll. Die Bezeichnung Jitterbug geht zurück auf die gesprungenen Figuren und die improvisierte Tanzweise der Schwarzen aus Harlem. Amerikanische Soldaten brachten diese in den USA beheimateten Tänze um 1940 nach Europa, wo sie bei der Jugend schnell sehr beliebt wurden. Der Boogie wurde nach dem Krieg zur dominierenden Musik. Als "artfremder, ordinärer" Tanz fand er aber nicht nur Freunde. Tanzpapst Alex Moore (dessen Buch über die Standardtänze auch heute noch maßgebend ist) äußerte sich, dass er nie zuvor etwas "gräßlicheres" gesehen hatte. Englische Tanzlehrer entwickelten, mit etwas langsamerer Musik, den eleganten und doch lebendigen Jive. Umgangssprachlich bedeutet jive soviel wie "Blödsinn" Der Jive ist im 4/4-Takt geschrieben und hat ca. 30-48 Takte in der Minute.
Bekannte Titel: Paso DobleWörtlich übersetzt bedeutet Paso Doble "Doppelschritt" und beschreibt einen spanischen Paartanz mit einfachem Schrittmaterial auf Marschmusik. In stilisierter Form verbreitete sich dieser, auch in Lateinamerika anzutreffende Volkstanz, nach 1910 in anderen europäischen Ländern. Die Musik beinhaltet Elemente des Fandango und des Flamenco. Der Flamenco-Stil bildete sich im 19. Jahrhundert heraus. Der Paso Doble gilt als die tänzerische Interpretation des Stierkampfes, wobei der Herr den Torero darstellt, die Dame - je nach Figur - das rote Tuch (Muleta oder Capa), den Stier, einen zweiten Torero oder eine Flamencotänzerin. Der Tanz wurde in Paris in den zwanziger Jahren choreografiert, daher tragen die meisten Figuren französische Bezeichnungen. Heutzutage wird der Paso Doble vor Allem in Südfrankreich und Spanien getanzt.Für Freizeittänzer hat der Paso Doble bei uns kaum noch eine Bedeutung, da er weder musikalisch noch tänzerisch zeitgemäß ist; im Tanzsport gehört er nach wie vor zu den fünf lateinamerikanischen Tänzen. Bei Shows ist er jedoch sehr beliebt, da er als einziger Tanz auf ein Musikstück choreographiert ist; deswegen wird er fast immer auf den "Spanish Gypsy Dance" oder "Espana Cani" getanzt.
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