Salsa / Mambo
Salsa / Mambo ist
eine Mischung aus Tanzformen der europäischen, afrikanischen und
indianischen Kultur. Vor allem spanische und französische Musik
(Contredance) vermischte sich mit den afrikanischen Rhythmen der
Yoruba, der Cucumí, der Bantu und der Conga.
Die wichtigsten Wurzeln sind:
1. Die Guajiras, eine Liedform der spanisch sprechenden Landbevölkerung Kubas
2. Der Son aus dem Osten Kubas
3. Danzon und Danza, den Gesellschaftstänzen der weißen Oberschicht
4. der afrokubanischen Rumba, hier vor allem Guaguanco (sprich Uawanko) und Yombó
Bereits in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts trugen begabte
kubanische Musiker diese Musik (Mambo) nach New York. Dort vermischte
sie sich mit dem nordamerikanischen Jazz, dem Swing und dem Bebop.
Die Mambo Ära hatte ihren Hauptstützpunkt zu dieser Zeit in einem
Tanzpalast auf dem New Yorker Broadway, dem "Palladium". Noch heute
wird eine der vielen Salsa-Stilrichtung "Palladium-Style" (Klassischer
Mambo) genannt. Durch die vielen Einwanderer aus den
lateinamerikanischen Ländern wie Kuba, Puerto Rico, Dominikanische
Republik, Venezuela, Kolumbien, Panama entstand in der Folgezeit -
beginnend mit den 60er Jahren - ein neuer spezieller Latin Sound aus
den traditionellen lateinamerikanischen Rhythmen gemixt mit Boogie,
Swing, Rock & Roll etc. - die SALSA, die ihren Siegeszug
mittlerweile um die gesamte Welt angetreten hat.
Stilrichtungen
Salsa ist einem sehr schnellen Wandel unterworfen, ständig strömen neue
Einflüsse auf diesen Tanz ein und werden aufgenommen, so dass Salsa uns
auch in Zukunft ständig ein neues Bild zeigen wird.
Es gibt grundsätzlich zwei große Stilrichtungen in Salsa: Der Cuban
Style und der Puerto Rican Style. Beide Arten spielen das gleiche
uralte Spiel des Eroberns und Erobert-Werdens.
Cuban Style
basiert auf seit- und kreisförmigen Bewegungen und Figuren. Im Cuban
Style tanzt man überwiegend in Tanzhaltung und lässt selten eine Hand
los. Die Figuren werden grundsätzlich "rund" getanzt, dass heißt, das
Paar dreht sich (ähnlich wie im Discofox) ständig im Raum. Es gibt sehr
viele verschlungene Figuren, die viel tänzerisches Geschick von beiden
Partnern fordern. Cuban Style ist auch die Grundlage der Rueda. Einer
Tanzform, bei der sich viele Paare im Kreis aufstellen und auf Zuruf
verschiedene Figuren tanzen und dabei die Partner wechseln.
Puerto Rican Style
basiert auf dem Mambo Grundschritt sowie Rock Steps. Der Puerto Rican
Style ist grundsätzlich auf einer geraden Linie ausgerichtet. Der Herr
"präsentiert" seine Dame und gibt ihr viel "Handfreiheit". So kann sie
recht oft mit schönen Armbewegungen den Tanz ausschmücken (Ladies
Styling). Manchmal lässt der Herr seine Dame auch ganz ohne Handhaltung
und tanzt eigene Schrittkombinationen, den so genannten "Open Shines",
mit denen er die Zuschauer in den Bann ziehen will. Diese "Shines"
werden von der Dame "beantwortet".
Weitere der vielen Salsa-Stilrichtungen:
New York Style
In New York sieht man eine unendlich große Vielfalt von
Interpretationen, angefangen von Hip-Hop Einflüssen, über Flamenco,
Tango Argentino, Hustle, Ballett ect.
L.A. Style
Im L.A. Style gibt es viel Akrobatik und eigenwillige Kreationen,
ebenso beeinflusst von anderen süd- oder mittelamerikanischen Tänzen.
Bekannte Titel:
"La vida es un Carnaval" / Celia Cruz
"Aicha" / Africando Allstars
"Asi se goza" / Isidro Infante
"Yo soy la muerte" / El Gran Combo