Merengue
Etymologen
(Sprachwissenschaftler) beschreiben den Ursprung der Merengue im
Kreolischen Haiti. Dort wurde das Wort "Mereng" für Musik und Tanz
verwendet.
Merengue wurde um 1842 das erste Mal erwähnt, als eine kubanische
Marschmusikband die "Upa Habanera" in Puerto Rico das erste Mal
spielte. Die Upa oder Urpa wurde später "Merengue" genannt. Der
Afro-Europäische Einfluss ist unübersehbar - ausladende Hüftbewegungen
und mit "Ballroom-Haltung". Bei der "High Society" rief dieser Tanz,
weil er erstens afrikanischen Ursprungs war und zweitens der Art, wie
er getanzt wurde, und drittens wegen seiner vulgären und aufsässigen
Texte große Empörung hervor, die sogar soweit ging, dass in Puerto Rico
die Merengue per Gesetz mit schlimmen Sanktionen verboten wurde. Dort
starb sie denn auch nach 40 Jahren aus.
Sie lebte und entwickelte sich aber weiter in der Dominikanischen
Republik. Anfang des 20. Jahrhunderts versuchten gebildete Musiker die
Merengue in den Ballsälen zu etablieren. Dies gelang jedoch erst, als
Rafael Trujillo die Merengue in einer Wahlkampagne zu seiner Musik
erwählte. Als dann auch noch eine aristokratische Familie in Santiago
Luis Alberti, einen bekannten Musiker bat, zum 15. Geburtstag ihrer
Tochter eine Merengue zu komponieren mit "feinem" Text, die ein großer
Hit wurde, begann der Siegeszug dieses Tanzes bis heute.
Am beliebtesten ist Merengue heute noch in der Dominikanischen Republik
und dem Nachbarland Haiti. Man bezeichnet ihn als den Dominikanischen
Nationaltanz. Die Dominikaner unterscheiden zwei Arten: Merengue de
Salon, die nur in Tanzhaltung an der Stelle und mit vielen Drehungen in
enger Tanzhaltung nach rechts und nach links getanzt wird und die
Merengue de Figura, bei der viele Figuren und Unterarmdrehungen geführt
werden für die Dame und den Herrn, bei der sich jedoch ebenfalls nicht
aus der Tanzhaltung gelöst wird.
Bekannte Titel:
"Suavemente" / Elvis Crespo
"El Tiburon" / Proyecto Uno
"Hasta la Vista" / CAribbean Project